Iso, Blende und Verschlusszeit sind Einstellungen, die ich persönlich lieber selbst manuell an der Kamera einstelle. Auch verzichte ich auf voreingestellte Kameraprogramme wie Landschaftsaufnahme oder Portraits. Was sich hinter den Begriffen Iso, Blende und Verschlusszeit versteckt, möchte ich euch in diesem Artikel erklären.

1. Iso

Dieser Wert bestimmt die Empfindlichkeit eures Kamerasensors. Der Wert von 100 ist sozusagen Standard. Erhöht man diesen,ermöglicht dies Aufnahmen von Bildern bei schlechten Lichtverhältnissen. Der Nachteil ist dabei, dass das Bild anfängt zu Rauschen. Je nach Kamera fällt dieses Rauschen stärker und schwächer aus. Wie das in der Praxis aussieht, könnt Ihr im folgenden Bild sehen.

2. Blende

Die Blende ist dafür verantwortlich, wie viel Licht durch das Objektiv gelangt und wie hoch die Schärfentiefe ist. Eine kleine Blendenzahl von 1.8 lässt sozusagen viel Licht durch das Objektiv, jedoch hat man dabei auch eine geringere Schärfentiefe und eine höhere Unschärfe. Praktisch ist das bei in der Portraitfotografie, da mein eine schöne Unschärfe im Hintergrund bekommt. Dadurch kann man auch das Bokeh steuern. Dies ist intensiver, je geringer die Blendenzahl. Nachteil ist hier, dass man sehr gut fokussieren muss, sonst ist das Hauptmotiv schnell unscharf.

Bei einer hohen Blendenzahl hat man im Umkehrschluss weniger Licht, welches das Objektiv durchlässt. Jedoch hat man dann eine höhere Tiefenschärfe und eine geringere Unschärfe. Eine hohe Blendenzahl wird gerne bei der Landschaftsfotografie benutzt, klar, denn hier möchte man überall Schärfe im Bild haben. Ich persönlich benutze eine hohe Blendenzahl auch gerne bei Sonnenuntergänge.

 

3. Belichtungszeit

Der Name verrät es schon, die Belichtungszeit ist dafür verantwortlich, wie lange ein Bild belichtet wird. Umso kürzer ein Bild belichtet wird, desto weniger Licht gelangt durch das Objektiv zum Kamerasensor. Dadurch kann man schnelle Bewegungen „einfrieren“. Typisch dafür sind Belichtungszeiten von 1/500s. Nachteil hier, dass man schon viel Licht benötigt.

Möchte man das Bild länger belichten, weil bspw. wenig Licht zur Verfügung steht, dann wählt man eine hohe Belichtungszeit. Dadurch bekommt man zum Beispiel schöne Nachtfotos vom Sternenhimmel fotografiert. Hier hat man aber den Nachteil, dass man jede Verwacklung auf dem Bild sieht und sich daher ein Stativ lohnt.

 

Das Zusammenspiel von Iso, Blende und Belichtungszeit

Da wir nun wissen, welche Eigenschaften die 3 Einstellungen haben, möchte ich gern noch das Zusammenspiel ein wenig genauer erklären.

Beispiel:

Wir haben ein Portraitshooting und die Lichtverhältnisse sind gut. Daher belassen wir das ISO bei 100. Dadurch, dass wir ein schönes Bokeh entstehen lassen wollen, benutzen wir eine Blende von f2. Die Belichtungszeit halten wir sehr kurz, da wir ja eine offene Blende haben und keine Überbelichteten Bilder entstehen lassen wollen. Hier wählen wir eine Verschlusszeit von 1/500.

Ein paar Stunden später verändern sich die Lichtverhältnisse. Daher sind unsere Bilder zu Dunkel, wenn wir mit den gleichen Einstellungen wie oben fotografieren. Jetzt haben wir folgende Möglichkeiten:

1. Wir erhöhen das Iso. Wenn wir aber den Isowert jetzt höher einstellen, beginnt das Bild zu rauschen, was eine schlechtere Qualität zur Folge hat.

2. Die zweite Möglichkeit wäre, dass wir die Blende weiter öffnen. Damit erreichen wir, dass mehr Licht auf den Sensor trifft. Der Nachteil ist hierbei die geringere Schärfentiefe. Dabei kann es vorkommen, dass wir das Model nicht mehr scharf bekommen.

3. Zuletzt können wir die Verschlusszeit erhöhen. Nun wird das Bild heller, aber es kann vorkommen, dass das Bild durch Verwacklungen unscharf wird. Hierbei kann ich euch noch eine Faustregel mit auf dem Weg geben. Die Verschlusszeit sollte immer so hoch sein, wie die von euch benutzte Brennweite. Habt Ihr also eine Brennweite von 50mm, dann solltet Ihr mit 1/50 oder weniger eure Fotos aufnehmen.

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